VW up!, Seat Mii oder Škoda Citigo? – drei Modellgeschwister im Vergleich

Frontansicht des Citigo

Die Frontansicht des Skoda Citigo

Wie bereits im letzten Jahr waren Ina und ich auch bei der diesjährigen VW-Autoausstellung in Hamburg. Dort hatten wir wieder die Gelegenheit, uns über die neusten  Modelle des Wolfsburger Konzerns – zudem ja bekanntlich auch Audi, Škoda, Seat und Porsche gehören – zu informieren. Dadurch gab es auch die besondere Gelegenheit, gleich drei Modelle direkt miteinander zu vergleichen: den VW up!, den Seat Mii und den Škoda Citigo.

Auch wenn die drei Modelle alle von unterschiedlichen Marken stammen, sind sie sich doch sehr ähnlich. Kein Wunder, denn sie basieren alle auf dem gleichen Basismodell. Äußerlich sind die Fahrzeuge fast nicht zu unterscheiden. Lediglich die Frontpartie ist den jeweiligen Markengesichtern angepasst, doch ansonsten sind es nur winzige Details, die den Unterschied ausmachen. Den großen Unterschied bemerken wir durch die unterschiedlichen Ausstattungsvarianten, die auf der Ausstellung gezeigt werden und auch die Präsentation der einzelnen Marken könnte kaum unterschiedlicher sein.

Wir haben uns zuerst den Seat Mii angesehen. Dabei fiel mir direkt der Name auf: „Mii“ heißen nämlich die auch die kleinen Spielfiguren auf meiner Nintendo-Konsole. Der Seat-Mitarbeiter, der um den Mii herumscharwenzelte, hatte meine Bemerkung wohl gehört, denn er kam direkt mit einem abfälligen „Na, was passt dir denn nicht?“ auf uns zu. Er drängte uns ein Gespräch auf und lies einen Macho-Spruch nach dem anderen ab, unsere Fragen konnte aber nicht wirklich beantworten und verwies uns auf den Prospekt. Die Bemerkung, dass der Kofferraum ja relativ niedrig ist und es so nicht gerade rückenschonend ist wenn man etwas schweres heraus heben möchte, wurde mit einem arroganten „Dann lass dir die Kiste halt von deinem Freund oder einem anderen Mann raus heben.“ abgetan. Hallo? Geht’s noch? Die anderen Bemerkungen lasse ich lieber unkommentiert, das würde hier sonst ausarten. ;-)
Zurück zum Auto: Ich nehme an, dass es bei der Ausstattung um die Basisversion gehandelt hat, doch die Verarbeitung fand ich alles andere als hochwertig. Bei der Kofferraumabdeckung konnte man die Spanplatte noch sehen, die unter den Stoff geklebt war. Auch der Rest des Wagens hat mich eher nicht überzeugt.

Als nächstes haben wir uns dem VW up! genähert. Wie nicht anders zu erwarten, war der Andrang vor diesem Modell am größten. In der Ausstellungshalle standen sowohl der Benziner als auch der e-up!, das vollelektrische Modell des Stadtflitzers. Da wir keine große Lust hatten uns mit so vielen anderen in die Schlange zu stellen um einmal Probe sitzen zu können, haben wir uns den up! nur von außen angesehen. Dennoch konnte man sehen, dass der up! hochwertiger verarbeitet ist und die Ausstattung schien auch etwas gehobener sein als beim Seat. Hier sind ein paar Bilder vom Volkswagen up! und vom e-up:

Zu guter Letzt haben wir uns den Škoda Citigo angesehen. Ich muss gestehen, dass ich Škoda bisher immer recht langweilig fand, doch der kleine Citigo beweist das Gegenteil. Wir konnten uns den Wagen in Ruhe von außen ansehen und genau checken, wie viel Platz im Kofferraum ist: zwei Wasserkisten  und ein paar Kleinigkeiten würden problemlos reinpassen. Genau richtig für eine ausgedehnte Shoppingtour. Der Viersitzer ist zwar mit 3,55 Meter Länge recht kompakt, doch auf der Rückbank haben auch noch zwei Erwachsene Platz, selbst wenn der Fahrer circa 1,80 m groß ist. Ich würde zwar bei einer langen Urlaubsfahrt nicht hinten sitzen wollen, aber für eine Spritztour mit Freunden ist der Platz in jedem Fall ausreichend.

Blick in den Kofferraum des Citigo

Blick in den Kofferraum des Citigo


Die Škoda-Mitarbeiterin, die für den Citigo zuständig war, hatte bemerkt, dass wir uns für den Wagen interessieren und uns dann gleich gebeten, doch einmal vorne Platz zu nehmen. Sie war nicht aufdringlich und hat uns die Details des Wagens genau erklärt. Eines der Highlights ist beispielsweise das Multimedia-Navigationssystem. Auf einem kleinen Bildschirm, der die Größe eines herkömmlichen Navis hat, kann man sich entweder die Route anzeigen lassen oder auch Musik hören und sich über die aktuelle Verkehrssituation informieren. Als Diebstahlschutz kann man den Bildschirm von der Halterung trennen oder auch die gesamte Halterung abnehmen. Als besondere Gimmicks hat der Citigo auch eine Zettelhalterung am Armaturenbrett, sowie einen ausklappbaren Tütenhaken unter dem Handschuhfach. Sehr praktisch, wenn man einkaufen möchte, so hat man den Einkaufszettel immer griffbereit und kann die Einkaufstüte sicher und bequem transportieren, ohne dass die Einkäufe im Auto herum fliegen.

Der Škoda Citigo, der übrigens ab heute auch beim Händler steht, ist  mein persönlicher Favorit unter den drei Modellgeschwistern, was nicht zuletzt an der hochwertigeren Ausstattung und der kompetenten Beratung durch die freundliche Škoda-Mitarbeiterin liegt. Man konnte ihr anmerken, dass sie Spaß an ihrem Job hat (den sie übrigens nur neben ihrem Studium macht) und sie ist ein weiterer Beweis dafür, dass sich Frauen sehr wohl mit Autos auskennen können. Davon sollte sich ihr Seat-Kollege mal eine Scheibe abschneiden.

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